Die Bahn und ihre Kompetenzen
September 25th, 2009 von tyrosstanHeute will ich wieder mal Richtung Ventschow zu Jeanett aufbrechen. natürlich ist die Umsteigehilfe organisiert, wobei es erst mal etwas dauerte, das es 100-prozentig klappt. Ich fahre ja - wie schon geschrieben - jetzt immer von der Arbeit zum Hauptbahnhof mit der U55. Letzte Woche hatte ich es schon mal gemacht, und da war auch jemand dort gewesen, um mich abzuholen. Jetzt meint die Mobilitätsservice-Zentrale einfach mal so einen Treffpunkt anzubieten, den ich nicht kenne, nämlich den Service-Point (wer hat eigentlich dieses Wort erfunden) am Europaplatz. Nur, wie komme ich dort hin? Und dazu einfach noch so schreiben: “Eine Abholung von der U-Bahn erfolgt nicht”. Blöde Abhängigkeit kann ich da nur sagen. Dennoch, meine Überzeugungskraft hat gesiegt. Okay, ich kann auch den Weg zum Bahnsteig Gleis 5-6 alleine, dennoch dachte ich, ich bekomme Hilfe über den Mobilitätsservice beim Umsteigen, schon alleine, weil ich Gepäck dabei habe. Ich hatte eigentlich bisher keine schlechten Erfahrungen gemacht. Dann rief mich gestern, wo ich in der S-Bahn saß, noch eine Mitarbeiterin an und erklärte mir, das es versicherungstechnische Gründe hätte, weshalb sie an der U-Bahn-Station keine Hilfe leisten könne. Liebes Personal und liebe Mobilitätsservice-Zentrale, auch wenn es möglicherweise was damit zu tun haben könnte, was mich immer noch nicht wirklich überzeugt, haben Sie wieder eine Barriere geschaffen, die eigentlich in einer zu 99-prozentigen barrierefreien Einrichtung nicht sein dürfte. Was macht denn beispielsweise ein hilfloser, der nicht in der Lage ist, sich selbst zu äußern? So was gibt es auch. Ich bin nur blind, und wenn mir ein Service angeboten werden kann, nutze ich ihn auch. Nun ja, ich werde wohl in Zukunft am Hauptbahnhof alleine umsteigen, ist ja Gott sei dank immer der gleiche Bahnsteig, und genügend Passanten kann man ja auch fragen, klappt ja jetzt in Ostbahnhof und Alexanderplatz genauso gut.
So, das war das Wort zum Wochenende. Jetzt mache ich mich fertig für die Arbeit und freue mich lieber auf heute abend, wenn ich Jeanett und ilse wieder sehe.
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September 25th, 2009 at 9:56 am
Hi Stan,
tja, die Bahnmitarbeiter sind halt auch nur Bürokraten.
Ich hatte bis jetzt mit dem Mobilitätsservice noch keine Probleme. Als ich letztes Jahr z. B. über Berlin nach Chemnitz gefahren bin, fiel der Zug aus, mit dem ich von Spandau aus zur Friedrichsstraße fahren wollte. Die waren sehr flexibel und haben mich sicher zur S-Bahn begleitet und in der FS klappte dann auch die Absprache. Die haben mich sogar noch zum Vogdlandexpress gebracht, was ja eigentlich ein Konkurrenzunternehmen der Bahn ist. 
Nicht all zu toll finde ich, dass der Mobi-Service nicht flechendeckend arbeitet. OK, auf jedem Dorf-Bahnhof mit gerademal zwei Bahnsteigen ist das auch vielleicht unnötig, aber auf einigen Bahnhöfen wäre das schon wünschenswert.
Gruß und schönes WE wünscht Steffen