Vor genau einen Monat kauften Jeanett und Ich uns nun auch die Wii, und zwar die limitierte schwarze Ausgabe mit zwei Spielen und der erweiterung Wii Motion Plus. In erster Linie als Unterhaltung gedacht, hat zumindest Jeanett wieder Spaß an alten Spielen gefunden, die es ja über den dortigen Shopping-Kanal zum Herunterladen gibt und auf der Virtual Console ausgeführt werden können. Sie kommt damit gut zurecht. Ich selbst habe mich auch damit mal ausführlich beschäftigt und möchte mal meine Gedanken darüber Preis geben.
Als erstes zur Fernbedienung: Sie liegt gut in der Hand, und mit der Gelenksschlaufe ist sie angenehm zu benutzen. Wenn man die Konsole mit den etwas tiefer gelegenen Power-Schalter auf der Fernbedienung einschaltet, kommt erst ein sichtbarer Sicherheitshinweis, den man mit der A-Taste überspringen kann. Dann ist man im so genannten Wii-Menü, wo die einzelnen Programme, die dort als Kanäle bezeichnet werden, aufgeführt sind. Die Navigation erfolgt dann durch Zeigen auf das Element. Das erste, was mir aufgefallen ist, das wenn man auf einen Kanal zeigt, die Fernbedienung vibriert und so dann die A-Taste drücken kann. Tja, aber man weiß ja als Blinder nicht genau, wo man schließlich ist. Wenn man aber die Wii schon eine weile benutzt, weiß man, das jeder Kanal ein markantes Soundintro hat. Das gilt auch für Wii-Spiele, die über den Disk-Kanal gestartet werden. Aber zurück zum Feedback der Fernbedienung, beim darauf zeigen gibt es eine kleine Vibration und es klickt im Lautsprecher der Fernbedienung leise. Hätte man jetzt die Möglichkeit, eine Art Bildschirmleser (Screenreader) mit Sprachausgabe darauf laufen zu lassen, dann bestände durchaus die Möglichkeit, das diese den Lautsprecher der Fernbedienung sich zu Nutze machen könnte, um den Bildschirminhalt, speziell das fokussierte Objekt, anzusagen. Von der Prozessorleistung her hätte sie die Möglichkeit dazu. Dann wäre das ein erster Schritt, das man sagen könnte, das sie für jede Belange nutzbar ist. Das gleiche gilt übrigens auch für diverse Wii-Spiele. Einige dieser haben durchaus - ich sage mal - Audiogame-Charackter. Audiogame ist ein Begriff aus der Blindenszene, die die Eigenschaft besitzen, sich das Stereofeld als Richtungsangaben zu Nutze zu machen. Kommt also etwas von rechts, ertönt der Sound im rechten Stereo-Kanal. Das ganze funktioniert sogar mit 5.1 Sorround Sound. Was die Wii angeht, entspricht sie soundtechnisch auf einen Niveau, die es durchaus ermöglichen könnte. Bei “NEw Super Mario Bros. Wii” beispielsweise machen einige Gegner Geräusche, und nähert man sich diesen, ertönen sie erst aus dem rechten Lautsprecher (man bewegt die Spielfigur von links nach rechts). Heute ist es auch noch leider so, das die auditiven Möglichkeiten nicht sehr dafür ausgenutzt werden, und die Spielehersteller begründen das auch zum größten Teil damit, das Audiogames für Blinde keine besonders große Zielgruppe ist.
Ist nun die Wii eine Konsole für Jedermann? Meine Antwort hierzu: Wenn die Spieleentwickler und auch Nintendo selbst sie etwas mehr ausschöpfen würden, dann würde ich sagen, ist es wirklich der Fall, aber momentan beschränkt sich das leider immer noch. Ich wünsche mir eine Konsolengeneration für ALLE, und vielleicht ist Nintendo die erste, die es verwirklichen. Vorerst bleibt es erst mal nur ein Traum und eine Vorstellung. Ich hoffe ja, das es viel gelesen und weiterempfohlen wird, damit die Popularität noch gesteigert wird. Die Verkaufszahlen würden dadurch noch mal steigen. Ich bin mal gespannt, was ihr so darüber denkt, also kommentiert und postet vfleißig!
Torsten Brand, einer der wichtigsten Programierer von Hilfsmittelsoftware, starb in der vergangenen Woche überraschend und unerwartet in einer Göttinger Klinik. Torsten war der erste, der Handys für Blinde zum sprechen brachte. Der Erfolg gelang ihn mit seinen Partner Marcus Gröber mit der Software TALKS, die es zunächst für die Communicator-Serie von Nokia gab und später ab 2003 für die Nokia-Telefone, die mit den Betriebssystem Symbian und der S60-Oberfläche arbeiten. Inzwischen ist TALKS&ZOOMS in der Version 5.0 erschienen, die es auch erstmals ermöglicht, so genannte Touch-Screen-Handys zu bedienen. Noch vor einen Monat gab Torsten ein Interview Bei Blind Mind News über die neuen Funktionen und Möglichkeiten dieser Version. Sein plötzliches Ableben hat viele Menschen auf der ganzen Welt erschüttert, da TALKS zu den weltweit eingesetzten Screenreadern gehört und viel genutzt wird. Auch Ich selbst hatte geweint, als ich die Meldung als erstes über Twitter las, da ich Torsten von diversen Ausstellungen und auch Telefongesprächen kannte. Auch seine Kompetenz per Mail bleibt unvergessen. Torsten starb im alter von 47 Jahren. Talknav hat einKondolenzbuch eingerichtet, und wer möchte, kann sich dort eintragen. Dieses wird später ausgedruckt und an seine Familie übergeben. Viele rührende Statements gibt es dort schon. Hier geht’s zum Kondolenzbuch
Ein großartiger Mensch ist viel zu früh gegangen, und er möge in Frieden ruhen. Wir werden seine Früchte, die er mit seiner Arbeit gebracht hat, stets immer bei uns tragen.
Nun ist dieses Ereignis schon wieder fast vier Tage her. Robert Enke, Deutscher Fußballspieler (zuletzt Torhüter bei Hannover 96), hat sich für den Freitot entschieden. Dies geschah im Niedersächsischen Eilvese. Auch mich beschäftigte der Vorfall ziemlich lange, war ich doch vor fast 7 Jahren dabei gewesen, als ich auf den Weg von Chemnitz nach Binz war. Ich saß damals mit meiner Ex-Verlobten im Interregio-Express von Zwickau nach Dresden, und in Dresden wollten wir in den Eurocity Richtung Hamburg einsteigen. Als wir aus Freital-Deuben abgefahren sind, dauerte es nicht lange, und es machte “Wumms!” Keine Minute später hörten wir auch schon die Hubschrauber-Rotoren andonnern, und da dachten wir uns schon, was passiert sein könnte. Über die Lautsprecher des Zuges hörten wir zwar, das es sich um ein Notarzteinsatz am Gleis handele, allerdings habe ich vor kurzem in der Wikipedia gelesen, das man es auf diese Art und Weise den Fahrgästen verschleiern will. Naja, ich hatte mich bisher immer gefragt, was bei solchen Menschen vorgehen muss, die sich für diesen Schritt entscheiden. Eben hatte ich noch ein intensives Telefongespräch mit Jeanett, und sie hat mir die verschiedenen Aspekte und Zusammenhänge erklärt. Das ist schon ein sehr schweres Thema. Für die Lokführer ist es ja besonders schwierig, weil sie unmittelbar den Tot eines Menschen miterleben müssen.
wie auch immer, trotz alle den mache ich mir erst mal ein schönes Wochenende auf Rügen, wo ich mich zumindest wieder etwas entspannen kann.
Tja, wieder mal mein Lieblingsthema, Reisen mit der Bahn. Neuerdings bekommt man vom Mobilitätsservice am Vorabend des Vortages eine Mail mit einer PDF-Datei. Darin steht detailiert, wer zugesagt hat, wer abgelehnt hat usw. Na ja, wollen wir es mal nicht so krass halten. Jedenfalls fahre ich heute mal einen Umweg über Rostock und Schwerin nach Berlin, ich wollte schon immer mal mit den Stadler FLIRT-Zügen die Re-9-Strecke durch bis Rostock fahren. Sonst steige ich ja immer in Stralsund um, aber eben heute nicht. Da steht doch tatsächlich drin, das Stralsund zugesagt und angemeldet wäre. Hmm, kann man da noch LEEESEN? Ich weiß nicht, aber irgendwie habe ich in letzter Zeit immer Pech mit der Bahn, obwohl ich alles richtig mache. Ich sollte doch mal lieber ans Telefon gehen und diese _Teure_ Nummer anrufen, aber ich bin kein Freund von langen Warteschleifen, hab in so einer mal fast 15 Minuten gehangen. Im Internet kann man ganz in Ruhe seine Verbindungen raussuchen und planen. Ich hatte letztens erst wieder erlebt, als Jeanett die Abholung von der Bahnhofsmission bestellte, das die Zugnummer des Regional-Expresses verlangt wurde. Sie wusste diese natürlich nicht, und so kam das Internet ins Spiel. Na ja, ich werde diese Vorgang.PDF mal ausdrucken und dem Schaffner im Zug nach Rostock zeigen, damit er sich drum kümmert, das ich meine Umstiegshilfe in Rostock bekomme.
Was gibt’s sonst noch neues, meine Mutter war letzte Wioche wieder in Berlin, und ich habe mir endlich mal wieder für Kurzreisen einen rucksack gekauft, damit ich nicht immer den Koffer schleppen muss. Ist jedenfalls für die Zukunft besser. Jeanett ist diese Woche auch wieder bei mir, und mal sehen, was wir da so machen.
Da war ich heute noch zufrieden mit den, was ich bisher erlebt habe. Zumindest habe ich eine solche Erfahrung noch nicht gemacht, wie sie vor kurzem Raul Krauthausen gemacht hatte und in seinem Blog ausführlich schilderte.
Er berichtete, das eine U-Bahn-Fahrerin in Berlin ihn nicht mitnehmen könne, weil es zu lange dauern würde, die Rampe anzulegen und der Zug sich verspäten würde. Als er ihr höflich entgegnete, war ihre Antwort: “Halt die Fresse!”
Also, das ist in meinen Augen auf jeden Fall Behindertenvergraulung. Die Fahrerin ist den Beförderungsgesetz verpflichtet und laut diesen auch verpflichtet, keinen Fahrgast den Service zu verweigern. Von der BVG hätte ich das nicht gedacht. Ich meine, wir haben etwas Trubel wegen der S-Bahn, aber ich kann mir nicht vorstellen, das es was damit zu tun hat. Es war zwar spät, aber trotzdem, wenn man nun einen Rollstuhlfahrer sieht, kann man ihn die Mitnahme nicht verweigern. Ich bin empört darüber und hoffe für Raul, das sich das klärt und die Fahrerin von der BVG zurechtgewiesen wird.
Eigentlich sollte ich mich ja auf das Wochenende freuen und es genießen, aber ich werde das Gefühl nicht los, das sich ab Montag grundlegendes auf meinen Arbeitsweg ändert. Bin ich vorher mit der S-Bahn schön und sehr gut durchgefahren, kann ich es für die nächsten zwei Wochen nicht tun. Die S-Bahn, oder ich glaube eher das Eisenbahn-Bundesamt (EBA) hat die Kontrollen bei der Baureihe 481 verschärft, und das heißt, noch viel weniger Züge als bis jetzt werden in Berlin fahren. Zwischen Ostbahnhof und Zoo wird der Verkehr ganz eingestellt. Leute, das hatten wir doch schon, wo die Stattbahn saniert wurde. Und jetzt kommt man nicht mehr einfach so zum Hauptbahnhof, der ohnehin schon eine schlechte ÖPNV-Anbindung hat, dieser Mehdorn-Tempel. Na ja, darf ich also in Berlin Ostbahnhof in einer der Regional-Linien umsteigen. Dann freut sich wenigstens der Bahnservice in Ostbahnhof und Friedrichstraße, wenn sie mich jeden Tag sehen, und ich hör sie schon fragen: “Na Herr Lüder, wie geht es Ihnen denn heute?” Da werd ich nur sagen: z… k… Nein, natürlich nicht, aber ich finde es unerhört, einfach mal so den Dienst einzuschränken, ohne Rücksicht auf die Kunden. Und hinzu kommt auch noch, dass das Stromsystem der S-Bahn ein Unikat ist, das man nicht in der Lage ist, Züge aus den Bundesgebiet drauf fahren zu lassen. Aber man könnte doch Dieseltriebwagen oder Dieselloks bespannte Züge drauf fahren, aber das ist denen wohl zu aufwändig. Da hätten sie sich schon früher Gedanken machen müssen, über die Infrastruktur. Dann könnte man nämlich sich wieder ein paar S-Bahn-Züge zum Beispiel von der S-Bahn München ausleihen und sie drauf fahren lassen, hat ja zumindest im Tiergartentunnel zur Fußball Weltmeisterschaft geklappt. Ich hätte gern in der Baureihe 423 gesessen. Na ja, ich werde es schon schaffen, bin ja immer zurecht gekommen, bis jetzt jedenfalls.
vor fast zwei Stunden bin ich wieder in Berlin angekommen, und ich habe mir einen kleinen Schnupfen geholt. Na ja, muss am Wetter liegen, in Neukloster jedenfalls war es wie Herbst und Sommer gleichzeitig, eben wechselhaft.
An sonsten ist das Wochenende wieder gelaufen, obwohl es diesmal länger war. Auf jeden Fall werden die Züge immer voller am Wochenende. Heute war selbst auf den unteren Bahnsteigen des Berliner Hauptbahnhofes ganz schön Betrieb. Na das wird auch erst mal so bleiben, denke ich. Ich mache mir jedenfalls gleich ein schönes Bad, nachdem meine liebste Hälfte angerufen hat. Ich hatte sie heute schon gesprochen, da war sie sehr beschäftigt, aber sie sollte demnächst anrufen. Dann habe ich sie vorm Schlafen gehn noch mal gehört. Verabschiedung auf Reisen ist immer doof, aber was will man machen, wenn jeder eine andere Richtung einschlägt?
Ja, der Geburtstag geht noch irgendwie weiter, denn kaum sind wir wieder in Sellin, da warten schon die nächsten Geburtstagsgeschenke. Von Jeanett habe ich eine externe 1 TB Festplatte bekommen, und darauf waren schon 46 GB an Musikdaten drauf, Waaaahnsinn. Bis ich die voll habe, kann es eine ganze weile dauern. Auf jeden Fall hat sie mich damit sprachlos gekriegt. Na ja, ich hab sie ja auch schon sprachlos gekriegt, denn zu ihrem Geburtstag gab es ein Bluetooth-Headset für Hörgeräteträger. Da hat sie sich auch total gefreut.
Heute also wollen wir in gemütlicher Runde feiern, also ganz in Familie und nix großes. Bei meinen 33. Geburtstag muss ich mir aber was ganz großes überlegen.
Jeden Morgen gucke ich immer als erstes auf die Seite der S-Bahn Berlin. Die haben ja momentan echte Probleme, weil sie die neuste Baureihe, die BR 481, in die Werkstätten zurückgerufen haben, um die Räder zu überprüfen, weil sie nicht die vom Hersteller entsprechenden Eigenschafften aufweisen. Aber gerade in der Hochsaison macht das meiner Meinung nach keinen guten Eindruck, denn die S-Bahn ist am Spätnachmittag sooooo voll, das man gar nicht erst einsteigen kann, weil die Leute sich alle bis zur Tür tummeln. Es wird ja auch nicht gesagt, wie lange das noch dauert, stattdessen bietet man auf vielen Linien nur einen 20-Minutentakt an. Na mal sehen, wie lange das noch geht. Sie sind auf jeden Fall alle am meckern, vor allem die Touries, die hier Urlaub machen wollen. Ich werde mich auch gleich wieder in die Arbeit stürzen.
Ja, Klango 3 ist nun draußen, und endlich, ja endlich, findet sich das lang erwartete WordPress-Feature hier. Ich bin gerade dabei, meine alten Posts zu editieren und zu kategorisieren, sieht schöner aus. Und man kann die Beiträge auch kommentieren, zumindest vom Klango Client aus. Die Seite an sich muss ich mir noch anschauen.
Und, was der Titel dieses Posts angeht, so habe ich gestern so zu sagen einen Schlag mit den Kolben bekommen. Aufgrund einer Sache, die schon länger her ist, und von der ich bisher glaubte, sie sei abgeharkt, darf ich nicht nach Erfurt, weil ich ja so böse und ein Schlägertyp bin. Man, was sollen diese blöden Vorurteile denn? Nur, weil ich mal eine “kleine” Meinungsverschiedenheit mit meiner liebsten Jeanett hatte, heißt es noch lange nicht, das ich zu so etwas fähig bin, und auch, wenn man glaubt, man ist so, ändern sich doch die Dinge, wie man eben wächst. Das dachte ich zumindest. Na ja, ich sollte mir darüber keinen Kopf machen, aber es ist traurig, das einige die von sich meinen, groß Recht zu haben, sich dadurch Vorurteile bilden, nur einen kleinen Kopf und nicht mal mehr eine Chance übrig haben. Egal, ich habe den Kontakt abgebrochen, denn wer mich nicht mehr bei sich haben möchte, den möchte ich auch nicht bei MIR haben. Ich glaube zwar an keine Wunderwerke, aber das mindeste, was ich erwarte, ist eine Entschuldigung. Meine Freundin ist ganz traurig darüber und vor allem ist es das schlimmste, das hier das Vertrauen missbraucht wurde. Also, liebe Leser, lasst euch sagen für die Zukunft: “Vertraue niemandem!” Das wird für die nächste Zeit meine Devise.
Dennoch, ich mache mir jetzt ein schönes Wochenende. Heute geht es nach Sassnitz zum Stadthafen. Das Wetter ist auch schön.